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      <title>Blog</title>
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    <item>
      <title>Buchrezension: Die Unfähigkeit zu trauern von Margarete und Alexander Mitscherlich</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Margarete und Alexander Mitscherlich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die psychologische Analyse der kollektiven Verarbeitung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mitscherlichs schauen in ihrem Buch allerdings über den individuellen Bezug und die einzelnen Lebensgeschichten hinaus. Ihre Analyse bezieht sich auf die kollektive Umgehensweise mit den erfahrenen Geschehnissen. Welchen Realitätsbezug gab es zu dieser Katastrophe? Wie hat sich die deutsche Bevölkerung gesehen? Besiegte, Befreite, Täter, Opfer, Schuldige, Unschuldige, Verantwortliche, Mitverantwortliche oder Nicht-Verantwortliche?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vorstellungen, die über die Zeit des Nationalsozialismus oder Hitler kursierten, wiesen für die Mitscherlichs auch in den 1960er-Jahren noch darauf hin, dass eine Auseinandersetzung mit verdrängten Inhalten immer noch nicht abgeschlossen war. Ihr Anspruch für dieses Buch war es, dorthin zu gelangen, wo um die geschichtliche Wahrheit gerungen wird, nicht aber die effektivste Abwehr dieser Wahrheit herauszufinden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Unsere Überlegungen möchten zur Aufhellung des vielfältigen Motivationszusammenhangs zwischen Ereignissen unserer Nazivergangenheit und einem Mangel an sozialer Gestaltungskraft in unserer Gegenwart beitragen.“ (S. 23)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie geht man mit einer Niederlage um, wenn man einen Krieg mit der völligen Vernichtung des Gegners angekündigt hatte? Seit 1933 hatte sich der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung dem Traum von Weltmacht und herrschaftlicher Größe hingegeben. Viele Deutsche waren von Anfang an davon begeistert, andere haben sich von dieser Idee verführen lassen und den Traum gerne mitgeträumt. Nicht alle waren Mitläufer, wie es manchmal in der Nachkriegszeit gerne dargestellt wurde. Alle Schichten fühlten sich mit dem Scheitern des Systems ihrer persönlichen Verantwortung entbunden. Die „Gehorsamsthese“ kam auf, verantwortlich war der Führer. Das Wirtschaftswunder inszenierte eine erfolgreiche Ablenkung: Die deutsche Wertarbeit und das Fehlverhalten der Siegermächte in eigenen politischen Entscheidungen beruhigten die Gemüter und überdeckten Zweifel und Scham.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier kommen die Mitscherlichs zu einer klaren Schlussfolgerung: Was Hybris sträflich aufs Spiel gesetzt hat, darf nicht als Fantasiegestalt im Hintergrund kursieren. Das führt zu Realitätsverlust und verhindert das Trauern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Diese deutsche Art, das schier Unerreichbare kompromisslos so zu lieben, dass das Erreichbare darüber verlorengeht, wiederholt sich in der deutschen Geschichte seit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.“ (S. 16)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die nicht verarbeitete Trauer führt zu Abwehr-, Vermeidungs-, Verdrängungs- und Negierungsstrategien, die noch heute nachwirken können. Denn Menschen sind zwar lernfähig, aber Lernen funktioniert nur im freien Geist, im angst-freien Geist. Verlust und nicht verarbeitete Trauer schaffen aber Ängste und suchen gleichzeitig nach Scheinsicherheiten, die nur aus der eigenen begrenzten Erfahrungstruhe kommen. So erkannten die Mitscherlichs in ihrer kollektiven Analyse Verhaltenstendenzen, die das Verarbeiten von Verlusten vermeiden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Abwehrmechanismus gegen die Nazivergangenheit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verleugnung der Niederlage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Reaktionsträgheit (deutsches und zeittypisches Verhalten)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verhärtung in nationalsozialistischer Selbstbezogenheit als Wurzel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mitscherlichs machten sich damals schon Sorgen darüber, wie stabil die Leidenschaft für die Demokratie wohl sein würde, „[…] wenn die bundesrepublikanischen Geschäfte einmal entschieden schlechter gehen sollten“ (S. 7) – 1967 (!) eine erschreckend klare Vorahnung des Wahlverhaltens von scheinbar „abgehängten“ Bundesbürgern zugunsten von extremistischen Parteien aus dem rechten und dem linken Spektrum!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie sahen die Kombination von demokratischer Gedankenfreiheit und Wohlstand als eine zentrale Errungenschaft und gleichzeitig das viel gepriesene Wirtschaftswunder als eine gelungene Ablenkung von der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Einzelnen und auf die Gesellschaft als Ganzes
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist somit die gewonnene demokratische Freiheit ein günstiger Zufall, kann sie auch wieder verloren gehen oder wird sie sogar geopfert? Diese Fragen stehen aktuell in Deutschland (wieder) im Raum und hatten bereits damals, vor nunmehr 60 Jahren die Mitscherlichs dazu animiert, dieses Buch zu schreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird es unserer Gesellschaft gelingen, im demokratischen Diskurs aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, aber auch die Instabilität der westlichen Allianz sowie die wirtschaftliche Umgestaltung des Arbeitsmarktes anzunehmen und zu bewältigen? Oder sind wir verführbar für neue Populisten, die unsere demokratischen Errungenschaften angreifen oder sogar ganz infrage stellen? Finden wir Wege aus der Krise, bei denen die demokratische Mitte stabil und belastbar bleibt, oder ziehen die Extremkräfte nach links und nach rechts?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es wird nicht einfach, aber es wird sich zeigen, ob Alt und Jung die Demokratie als Staatsform weiter unterstützen, auch wenn sie scharf angegriffen wird. Gegen eine zunehmende Gewaltbereitschaft rechtsradikaler Gruppen ist das Eingreifen des Rechtsstaats gefragt. Gegen die Aushöhlung der Meinungsfreiheit dürfen und müssen sich Verlage, Publizist*innen und Journalist*innen aufbäumen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf der Basis ihrer Erfahrungen in der psychiatrischen Klinik in Heidelberg, wo sie kriegstraumatisierte Menschen behandelten, zeigten sich den Mitscherlichs Abwehr- und Verdrängungstendenzen, die auf den Zusammenhang mit der „Unfähigkeit zu trauern“, also nicht gemachten Verlusterfahrungen hinwiesen. Das Ausbleiben von Trauerreaktionen des Einzelnen, aber auch als gesellschaftliches Phänomen lenkte ihre Aufmerksamkeit auf den Themenkomplex, vor dessen Hintergrund das Buch entstanden ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wo aber Gedankenfreiheit nicht fortwährend kritisch herausgefordert wird, ist sie in Gefahr, wieder zu verlöschen. Denn sie ist an den schwächsten Teil unserer seelischen Organisation, an unser kritisches Denkvermögen geknüpft.“ (S. 8)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Störung von Trauerarbeit beim Einzelnen hat Einfluss auf dessen persönliche seelische Entwicklung, seine zwischenmenschlichen Beziehungen und seine spontanen und schöpferischen Fähigkeiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Trauer ist ein seelischer Prozess, in welchem das Individuum einen Verlust verarbeitet.“ (S. 9)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nicht zu trauern, bedeutet, einen Zustand der Abstumpfung hinzunehmen, der sich durch Verarmung in den Kontakten sowie in den von Gefühl und Denken getragenen Kommunikationsprozessen äußert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Mitscherlichs wollten mit ihrem Buch einem erkennbaren wohlorganisierten inneren Widerstand gegen die Durcharbeitung eines Stücks unserer Geschichte und der damit unweigerlich verbundenen – auch objektiv betrachtet unerträglichen – Schuldbetrachtungen etwas entgegensetzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Empfehlung, wie Einzelne, aber auch das Kollektiv – also die Gesellschaft – das Trauern gestalten können, basiert auf der Freud’schen Psychoanalyse:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erinnern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wiederholen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durcharbeite
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Buch sollte dabei als Orientierungshilfe dienen und gehörte gleichzeitig zu einem sozialpsychologisch-sozialmedizinischen Forschungsprojekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wo Schuld entstanden ist, erwarten wir Reue und das Bedürfnis der Wiedergutmachung. Wo Verlust erlitten wurde, ist Trauer, wo das Ideal verletzt, das Gesicht verloren wurde, ist Scham die natürliche Konsequenz.“ (S.36)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die soziale Identität beeinflusst die Haltung und das Verhalten des Individuums. Es kann seine Sicht weiten oder begrenzen. Mit Blick auf die ehemalige DDR stellt sich die Frage, ob die friedliche Revolution der ehemaligen Ostdeutschen im Jahre 1989 heute als gelungen und abgeschlossen gelten kann. Betrachtet man aktuelle Ergebnisse der Landtagswahlen, so drückt sich darin eine große Unzufriedenheit mit den regierenden Parteien aus. Dass die ehemals traditionell stärker antifaschistische Staatsform der DDR einen solchen Rechtsruck erfährt, erstaunt nicht mehr ganz so sehr, wenn man die Folgen der Unfähigkeit zu trauern betrachtet: Möglicherweise wurde hier weder das Ende des Nationalsozialismus noch das Ende der Staatsdiktatur der DDR mit ihren geschürten Hoffnungen und konkreten Vor- und Nachteilen angemessen betrauert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Konsequenzen: Chancen und Risiken
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Mitscherlichs demonstrieren ein grundsätzlicher Mangel an Neugier, mangelndes Interesse an Erkenntnisprozessen und wenig Interesse an einer Neuordnung der Gesellschaft überhaupt die kollektive Verarmung oder Abstumpfung als Folge des Nicht-Trauerns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Land scheint in seiner Kraft, politisch wirksame Ideen hervorzubringen, erschöpft, da die meisten seiner Bürger mit den Ideen des Rassismus und der Herrschaftsideologie des Nationalsozialismus einverstanden waren. Sie haben in der Tat mit dem Untergang der Naziherrschaft die Grundlage ihrer Orientierung verloren.“ (S. 21)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Freud verleugnet eine Neurose die Realität nicht, sie will nur nichts von ihr wissen. Vielmehr soll die Welt sich nach der Neurose richten. Das Aufrechthalten von Abwehrstrategien verbrennt Energie. Statt Trauerarbeit im Konkreten verbreitete sich im Nachkriegs- und Wirtschaftswunder-Deutschland eine Melancholie der Ablehnung (auch von eigener Schuld).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Abwehr kollektiv zu verantwortender Schuld – sei es die Schuld der Handlung oder die Schuld der Duldung – hat ihre Spuren im Charakter hinterlassen.“ (S. 24)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wo psychische Abwehrmechanismen wie etwa Verleugnung oder Verdrängung bei der Lösung von Konflikten – beim Individuum oder beim Kollektiv – vorherrschen, schränkt sich die Realitätswahrnehmung ein und stereotype Vorurteile breiten sich aus. Dies ist heute aktueller denn je, zum Beispiel dann, wenn laut nach Re-Migration gerufen wird, weil Menschen mit Migrationshintergrund angeblich die Sicherheit in unserem Lande gefährden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Vorurteile sind, genauer betrachtet, ein verblüffendes Phänomen. Wer von ihnen sicher gedeckt ist, lebt oft angenehm, denn er weiß mühelos über Dinge Beschied, von denen er wenig versteht.“ (S.135)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meinungsbesessenheit und Hetze würden sicherlich auch das Autorenpaar in seinen Annahmen und Erkenntnissen gleichermaßen erschrecken wie bestätigen. Zeitlebens haben sie sich eingebracht, das Nachkriegsdeutschland mitaufzubauen und die Demokratie mitzugestalten. Ihr Werk ist Ausdruck ihrer Sorge wegen einer mangelnden bewussten Entwicklung, die gegen zerstörerische Tendenzen und Hybris immunisiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den beiden überzeugten Demokraten Margarete und Alexander Mitscherlich war es ein Anliegen, die Demokratie mitzugestalten und nachhaltig zu sichern. Ihr Buch ist als Orientierung und Leitidee für ein solches Gelingen heute noch - oder gerade wieder besonders - relevant. Neben den landesspezifischen Geschehnissen in Deutschland ist die Verarbeitung von Trauer etwas Allgemeingültiges, Universelles und das Buch somit als mögliche Pflichtlektüre auch in sehr heterogenen Schulklassen geeignet, wo sich Schülerinnen und Schüler versammeln, die andere kulturelle Prägungen haben, aber ebenfalls Verluste erfahren haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Von allen Staatsformen gewährt die parlamentarische Demokratie ihren Mitgliedern das größte verbriefte Recht auf individuelle Freiheit. In Tat und Wahrheit ist der Spielraum nicht groß. Es kann deshalb nicht als Ausdruck eines ängstlichen Pessimismus gedeutet werden, wenn man sich um den Fortbestand dieses Wenigen Sorge macht. Denn offenbar fällt es unvergleichlich schwerer, eine kollektive Lebensform zu erreichen, welche Gedankenfreiheit gewährt – als Basis jeder Freiheitserfahrung –, als diese Freiheit wieder zu verlieren.“ (S. 7)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zum Autorenpaar:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alexander Mitscherlich
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 1908 – 1982. Studium der Geschichte und Medizin unter anderem in München, Zürich und Heidelberg, 1941 Promotion in Heidelberg. 1946 Privatdozent für Neurologie an der Universität Heidelberg mit Aufbau des ersten Psychosomatischen Instituts an der Klinik Heidelberg. 1959-1976 Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt. Berater bei den Nürnberger Prozessen. Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1969.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Margarete Mitscherlich-Nielsen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , 1917 – 2012, geboren in Gravenstein/Dänemark, Studium der Literatur und Medizin unter anderem in München und Heidelberg, 1950 Promotion in Tübingen. Ärztin, Psychoanalytikerin, Feministin und Autorin, wissenschaftliches Mitglied des Sigmund-Freud-Instituts und des PEN-Zentrums Deutschland, sowie der internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft und verschiedener internationaler Arbeitskreise. Preisträgerin des Bundesverdienstkreuz 2001.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zum Buch:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die 1. Auflage des gebundenen Buchs erschien 1967 im Piper Verlag, die des Taschenbuchs 1977. Aktuell ist die 29. Auflage im Handel:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mitscherlich, Alexander und Margarete: Die Unfähigkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens. Klassiker der Psychoanalyse. München: Piper Verlag 2025. 29. Auflage. 400 Seiten. Broschur. Taschenbuch: EAN 978-3-492-20168-1. 18,00 Euro. E-Book: EAN 978-3-492-96355-8. 17,99 Euro.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 11 Oct 2026 23:32:59 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Willy Brandt in Porto – ein Freund der Demokratie wird verehrt</title>
      <link>https://www.bea7.de/willy-brandt-in-porto-ein-freund-der-demokratie-wird-verehrt</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Willy Brandt in Porto – ein Freund der Demokratie wird verehrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 09:08:13 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Denke wie Sokrates. Die Philosophie der Antike als Lebensweise in der modernen Welt</title>
      <link>https://www.bea7.de/denke-wie-sokrates</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Buchrezension: Denke wie Sokrates. Die Philosophie der Antike als Lebensweise in der modernen Welt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
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        &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 07 Sep 2026 15:07:28 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>„Die Odyssee“ oder: Wie das Streben nach Macht das Menschliche und seine Tugenden vergiftet</title>
      <link>https://www.bea7.de/die-odyssee-oder-wie-das-streben-nach-macht-das-menschliche-und-seine-tugenden-vergiftet</link>
      <description>„Die Odyssee“ oder: Wie das Streben nach Macht das Menschliche und seine Tugenden vergiftet</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Odyssee“ oder: Wie das Streben nach Macht das Menschliche und seine Tugenden vergiftet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Sep 2026 13:10:21 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Dear Britain. Auf der Suche nach der Seele Großbritanniens</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-dear-britain-auf-der-suche-nach-der-seele-grobritanniens</link>
      <description>Nach fast zwei Jahrzehnten in London lädt uns die ehemalige ARD Korrespondentin, Journalistin und Filmemacherin auf eine Reise durch Großbritannien ein.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Buchrezension: Dear Britain. Auf der Suche nach der Seele Großbritanniens
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 18 Aug 2026 20:09:04 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kunstaktion &amp; Film - Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war</title>
      <link>https://www.bea7.de/kunstaktion-film-ingeborg-bachmann-jemand-der-einmal-ich-war</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kunstaktion &amp;amp; Film - Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 28 Jul 2026 22:03:22 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Weshalb identifizieren wir uns eigentlich? Was ist daran nützlich?</title>
      <link>https://www.bea7.de/weshalb-identifizieren-wir-uns-eigentlich-was-ist-daran-nutzlich</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weshalb identifizieren wir uns eigentlich? Was ist daran nützlich?
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 13:19:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/weshalb-identifizieren-wir-uns-eigentlich-was-ist-daran-nutzlich</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Die große Gereiztheit – wie sie uns beeinflusst und was wir tun können</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-die-groe-gereiztheit-wie-sie-uns-beeinflusst-und-was-wir-tun-konnen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Buchrezension: Die große Gereiztheit – wie sie uns beeinflusst und was wir tun können
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Unterscheidung von fünf Krisen-Schwerpunkten verleiht dem Buch und der Thematik eine Struktur:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrheitskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diskurskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Autoritätskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Behaglichkeitskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reputationskrise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anhand dieser Punkte führt Pörksen vor, wie allgegenwärtig das Netz und wie allmächtig aus seiner Sicht, die fünfte Gewalt (Soziale Medien) die vierte Gewalt im Staat, die Medienmacht, ist. Und wie wir selbst als aktive oder passive User längst bewusst oder unbewusst Teil dieser Welt und dieser Macht geworden sind. Jenseits von „Ego-Rezepten“ – die einer individuellen Strategie entsprechen (z.B. Verzicht auf Soziale Medien oder Detox-Strategien), die er nur als Option für wenige identifiziert, weist er darauf hin, dass Einzelne und die Gesellschaft einen klügeren und sorgfältigeren Umgang mit den eigenen Affekten und den daraus abgeleiteten Handlungen praktizieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wie verknüpft man Aufregung mit Relevanz? Und wie verbindet man die Reflexe menschlicher Wahrnehmung und Aufmerksamkeitssteuerung (die Orientierung am Konkreten, Anschaulichen, Emotionalen) mit einer Agenda, die eine allgemeine Bedeutung besitzt?“ (S. 155)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pörksen präsentiert sich selbst nicht als Kulturpessimist, er verweist auf konkrete Szenarien aus den letzten Jahren, zitiert Journalisten, Medienmenschen, Kommunikationswissenschaftler und Experten aus dem breiten digitalen und medialen Umfeld und greift dabei auch auf die philosophisch-psychologische Gedankenwelt zurück. Und zeigt anhand einzelner Beispiele auf, dass die Allgegenwart eines Skandals heute andere Dynamiken aktiviert als in einer Zeit vor den sozialen Medien. Allzu leicht führen diese Massendebatten zu einer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            publikumsgetriebenen Skandalisierung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und zu einer Asymmetrie von Vergehen und Strafe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Aber in der allmählich entstehenden Empörungsdemokratie werden auch Unbekannte, Ohnmächtige und gänzlich einflusslose Menschen, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Status, an den Pranger gestellt.“ (S. 159)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pörksen richtet seinen Blick in besonderem Maße auch auf die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gatekeeper
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Professionals
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , die zentrale Rollen, Verantwortlichkeiten und Funktionen wahrnehmen. Er sensibilisiert für einen verantwortungsvollen Umgang auch derer, die Informationen als
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Konnektoren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            oder
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           prominente Vermittelnde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            an relevanten Knotenpunkten weitergeben und zur schnellen, ungeprüften Informationsweitergabe beitragen. Damit spricht er Politikverantwortliche, Medienschaffende und Produzenten an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die redaktionelle Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pörksen entfaltet im letzten Kapitel des Buches seine persönliche Empfehlung, die sich an uns alle als Gesellschaft und auch an die Journalismusbranche im Besonderen richtet. Er entwickelt sieben konkrete Prinzipien der Verantwortungsübernahme:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrheitsorientierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Skepsis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verständigungs- und Diskursorientierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Relevanz und Proportionalität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kritik und Kontrolle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ethisch-moralische Abwägung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ·
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Transparenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In Anlehnung an Carl Friedrich von Weizsäcker hält er es für notwendig, „den Raum der Freiheit zu planen“ sowie produktive und nützliche Maximen der kommunikativen und publizistischen Selbstkontrolle zu umschreiben. Seine Vorstellung für eine „konkrete Utopie einer redaktionellen Gesellschaft“ verfolgt das Ziel, die ständig wahrnehmbare latente oder spezifische Gereiztheit aufzulösen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wahrheitsorientierung bedeutet, unabhängig von allen erkenntnisphilosophischen Grundsatzfragen, nach bestem Wissen und Gewissen unter Verwendung unterschiedlicher, möglichst vielfältiger, voneinander unabhängiger Quellen zu beschreiben, was man vorfindet, dies in dem Wissen, dass absolute Gewissheit unerreichbar bleiben muss. (S. 191)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um Falschmeldungen in Serie durch die sozialen Netzwerke entgegenzuwirken, fordert Pörksen Leitwerte, aber auch die Haltung einer prinzipiellen Skepsis und Infragestellung sowie eines Gewichtens jeglicher Informationen. Empathie als Fähigkeit, auch die andere Meinung hören zu wollen, gepaart mit der Bereitschaft zur Selbstkritik und uneingeschränkter Offenlegung eigener Vorgehensweisen und Arbeitspraktiken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschließend greift er die Forderung Katharine Viners, Chefredakteurin des Guardian, nach einem dialogischen Journalismus auf, bei dem das Publikum zum Dialog- und Diskurspartner wird und aktiv in den Prozess der Wahrheitsfindung einbezogen wird. In diesem Sinne wird Kommunikation als eine kollektive Anstrengung verstanden, bei der am Ende nur ein ungelöstes Problem anzupacken wäre, um zusätzlich auch eine gewisse Filtersouveränität zu erreichen: die Regulierung der die Plattformen Betreibenden. Mit eigenen detailliert ausbuchstabierten Richtlinien und Ethikkodizes, die der öffentlichen Diskussion zugänglich sind, schlägt Pörksen vor, Plattformen als Medien zu begreifen, mit eigener Öffentlichkeitsredaktion und Transparenzberichten, aus denen die publizistische Verantwortung, ethische Leitlinien sowie Seriositäts- und Qualitätsansprüche ablesbar werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Egal wie lang der Weg in eine durch den Autor angeregte Medienmündigkeit, die bereits beim Schulbesuch beginnen sollte, auch dauern mag, der Weg beginnt sicherlich mit dem Eingeständnis, selbst aktiv mitzuentscheiden. Als Einzelne und als Gesellschaft, die insgesamt schon eine recht lange Zeit dem Geschehen hinterhergelaufen sind, geht es jetzt darum, einen ethischen Diskurs zu führen, Regeln zu kreieren und Entscheidungen zu treffen. Es geht schließlich auch um unsere psychische Gesundheit. Eine aktive Auseinandersetzung ist längst überfällig. Das Buch regt an, diese Debatte mit der notwendigen Ernsthaftigkeit – aber ohne unnötige Gereiztheit – zu führen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Angaben zum Buch:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pörksen, Bernhard: Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung. München: Carl Hanser Verlag 2018. 256 Seiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gebundenes Buch: ISBN 978-3-446-25844-0, 22,00 Euro
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Taschenbuch: ISBN 978-3-442-14272-9, 11,00 Euro
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           E-Book: ISBN 978-3-446-25956-0, 10,99 Euro
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 May 2026 10:50:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Zukunft – Eine Bedienungsanleitung von Florence Gaub</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Buchrezension: Zukunft – Eine Bedienungsanleitung von Florence Gaub
        &#xD;
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        &#xD;
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      <pubDate>Sun, 01 Feb 2026 18:44:31 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Wehret den Anfängen – Hannah Arendts Aktualität in der heutigen Zeit</title>
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         Wehret den Anfängen – Hannah Arendts Aktualität in der heutigen Zeit
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      <pubDate>Sun, 01 Feb 2026 18:33:31 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Von nun an ging’s bergab …</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Von nun an ging’s bergab …
        &#xD;
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      <pubDate>Sun, 01 Feb 2026 16:12:56 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Den Finger auf die Wunde legen – Chemnitz nutzt seine Wirkungskraft als Kulturhauptstadt</title>
      <link>https://www.bea7.de/den-finger-auf-die-wunde-legen-chemnitz-nutzt-seine-wirkungskraft-als-kulturhauptstadt</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Den Finger auf die Wunde legen – Chemnitz nutzt seine Wirkungskraft als Kulturhauptstadt
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-11-29+165743.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 29 Nov 2025 16:00:43 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>„Denken ohne Geländer“ – das Erbe Hannah Arendts als Dokumentation im Kino</title>
      <link>https://www.bea7.de/denken-ohne-gelaender-das-erbe-hannah-arendts-als-dokumentation-im-kino</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         „Denken ohne Geländer“ – das Erbe Hannah Arendts als Dokumentation im Kino
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Oct 2025 02:07:15 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>„Under pressure – mit Engagement gegen Rechts“</title>
      <link>https://www.bea7.de/under-pressure-mit-engagement-gegen-rechts</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         „Under pressure – mit Engagement gegen Rechts“
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Oct 2025 01:25:32 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Zur Verteidigung der Demokratie – Politische Schriften von Thomas Mann</title>
      <link>https://www.bea7.de/zur-verteidigung-der-demokratie-politische-schriften-von-thomas-mann</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Zur Verteidigung der Demokratie – Politische Schriften von Thomas Mann
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Oct 2025 11:22:45 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Film und Gespräch im Odeon Kino in Koblenz – „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski</title>
      <link>https://www.bea7.de/film-und-gespraech-im-odeon-kino-in-koblenz-in-die-sonne-schauen-von-mascha-schilinski</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Film und Gespräch im Odeon Kino in Koblenz – „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-10-03+131754.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Oct 2025 11:18:18 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wassergeräusche können entspannend sein – aber nicht immer, oder?</title>
      <link>https://www.bea7.de/wassergeraeusche-koennen-entspannend-sein-aber-nicht-immer-oder</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Wassergeräusche können entspannend sein – aber nicht immer, oder?
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 10:43:50 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Streiten? Unbedingt! Ein persönliches Plädoyer von Michel Friedman</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-streiten-unbedingt-ein-persoenliches-plaedoyer-von-michel-friedman</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Buchrezension: Streiten? Unbedingt! Ein persönliches Plädoyer von Michel Friedman
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 09:56:19 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gedächtnisübung statt Gedenkstunde – Kann man Bücher verbrennen?</title>
      <link>https://www.bea7.de/gedaechtnisuebung-statt-gedenkstunde-kann-man-buecher-verbrennen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Gedächtnisübung statt Gedenkstunde – Kann man Bücher verbrennen?
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-B0527-0001-776,_Berlin,_B%C3%BCcherverbrennung.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-05-10+091259.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-05-10+091454.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-05-10+091335.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 10 May 2025 07:24:40 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/gedaechtnisuebung-statt-gedenkstunde-kann-man-buecher-verbrennen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-05-10+090335.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wahrheit gibt es nur zu zweien – Austausch schärft den eigenen Blick</title>
      <link>https://www.bea7.de/wahrheit-gibt-es-nur-zu-zweien-austausch-schaerft-den-eigenen-blick</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrheit gibt es nur zu zweien – Austausch schärft den eigenen Blick
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Koblenzer Kunstverein e.V. bietet regelmäßig Veranstaltungen an, immer wieder auch am Sonntagnachmittag. Es geht dabei um Kunst, aber auch um gesellschaftsrelevante oder philosophische Fragestellungen. Am Sonntag, dem 13. April 2025, ging es um die Philosophin und politische Theoretikerin Hannah Arendt (1906–1975), die heute wieder aktueller denn je ist. Den Vortrag hielt Beatrix Sieben, die sich seit einigen Jahren mit dem Thema Empathie beschäftigt und dabei auch immer wieder auf Hannah Arendt rekurriert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-24+114740.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-24+114802.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-24+114820.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 09:53:26 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie Sprache unsere Denkmuster prägt – über Populismus, Vorurteile, Macht und Widerstand</title>
      <link>https://www.bea7.de/wie-sprache-unsere-denkmuster-praegt-ueber-populismus-vorurteile-macht-und-widerstand</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Wie Sprache unsere Denkmuster prägt – über Populismus, Vorurteile, Macht und Widerstand
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Mittwoch, dem 26. März 2025, fand im Dreikönigenhaus in Koblenz die ISSO-Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Seminarreihe „Mit Empathie gegen Rassismus“ statt. Der Abend widmete sich der Rolle von Sprache in gesellschaftlichen Strukturen, bei der Bildung von (Vor-)Urteilen und als Instrument im Kontext von Machtverhältnissen oder politischer Stimmungsmache. Nach drei Impulsvorträgen wurden die unterschiedlichen Perspektiven der Referierenden in einer Podiumsdiskussion beleuchtet. Dabei ging es vor allem auch darum, die Vorgehensweise von Populistinnen und Populisten zu erkennen, die Geschichten als Heilsversprechen bewusst platzieren, um unsere Gedanken, Meinungen und Positionen dauerhaft zu beeinflussen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-21+140606.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-21+140621.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-21+140639.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wer die Auftaktveranstaltung verpasst hat, findet die Aufzeichnung 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=J75la_9vFgU&amp;amp;t=1s" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            hier.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Weitere Information zur Seminarreihe finden sich 
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://isso.de/egr/" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            hier.
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-21+140732.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Aktuelle Buchversionen der zitierten Texte aus den 50er-Jahren:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leo Löwenthal: Falsche Propheten. Studien zur faschistischen Agitation. Unter Mitarbeit von Norbert Guterman. Berlin: Suhrkamp 2021. ISBN 978-3-518-58762-1. Klappenbroschur, 253 Seiten, 15,00 €; E-Book 14,99 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Peter-Erwin Jansen (Hrsg.): Herbert Marcuse. Nachgelassene Schriften / Feindanalysen. Über die Deutschen. Springe: zu Klampen! Verlag 2007. ISBN 978-3-866-74890-3. Hardcover, 169 Seiten, 28,00 €; E-Book 20,99 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Steffen Mau et al.: Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft. Berlin: Suhrkamp 2023. ISBN 978-3-518-02984-8. Taschenbuch, 540 Seiten, 25 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-04-21+140606.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Apr 2025 17:24:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/wie-sprache-unsere-denkmuster-praegt-ueber-populismus-vorurteile-macht-und-widerstand</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/isso.emphatie.rassismus_27.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchmesse Leipzig: Worte bewegen Welten</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchmesse-leipzig-worte-bewegen-welten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Buchmesse Leipzig: Worte bewegen Welten
        &#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 10 Apr 2025 08:11:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/buchmesse-leipzig-worte-bewegen-welten</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Susan Sontag. Sehen und gesehen werden</title>
      <link>https://www.bea7.de/susan-sontag-sehen-und-gesehen-werden</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Susan Sontag.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Sehen und gesehen werden
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle, Bonn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 16:53:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/susan-sontag-sehen-und-gesehen-werden</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Faschismus. Eine Warnung von Madeleine Albright</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-faschismus-eine-warnung-von-madeleine-albright</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Buchrezension: Faschismus. Eine Warnung
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           von Madeleine Albright
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 16:39:15 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Exzellente Führungskräfte – was macht sie aus?</title>
      <link>https://www.bea7.de/exzellente-fuehrungskraefte-was-macht-sie-aus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie suchen Leute aus, die sogar mehr draufhaben als sie selbst und die auch anders ticken als sie selbst;
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie sind offener für Minderheiten und Frauen;
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             sie entscheiden aus dem Bauch heraus, wen sie fördern;
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             sie passen den Job den Talenten an und suchen nicht für bestimmte Stellenprofile die idealen Kandidaten;
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie haben hohe Erwartungen an den Nachwuchs und geben ihm viel Verantwortung;
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie akzeptieren, wenn die Topleute auch wieder gehen (was dem Image des „Super-Bosses“ gar nicht schadet, weil alle ohnehin bei ihm arbeiten wollen);
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie halten auch danach noch Kontakt, fungieren also auch später noch als Mentor, selbst wenn die Betroffenen längst selbst erfolgreich sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Eine Checkliste für ganz normale Führungskräfte? Warum nicht: Dazu braucht es lediglich das Vertrauen in die eigene Stärke. Aber vermutlich unterscheidet genau das die wahren Führungspersönlichkeiten vom Rest.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *Sydney Finkelstein ist Professor für Management und Leiter des Tuck Executive Programm an der Tuck School of Business am Dartmouth College in New Hampshire. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strategieentwicklung und Entscheidungsprozesse sowie Personalführung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommentar von Beatrix Sieben: Mit Blick auf den amtierenden US-Präsidenten ist es erfreulich, dass es auch andere Führungs- und Erfolgskonzept gibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 02 Mar 2025 10:26:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.bea7.de/exzellente-fuehrungskraefte-was-macht-sie-aus</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/NHWS_O2+%2815+x+10+cm%29.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Brecht2025 – Dichter, Denker, Dramaturg</title>
      <link>https://www.bea7.de/brecht2025-dichter-denker-dramaturg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Brecht2025 – Dichter, Denker, Dramaturg
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Lösung (1953)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Aufstand des 17. Juni 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            In der Stalinallee Flugblätter verteilen 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Auf denen zu lesen war, daß das Volk 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Und es nur durch verdoppelte Arbeit 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Zurückerobern könne. Wäre es da 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            nicht doch einfacher, die Regierung 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Löste das Volk auf und 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Wählte ein anderes?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werner Mittenzwei vergegenwärtigt in seiner Brecht-Biografie „Das Leben des Bertolt Brecht oder der Umgang mit den Welträtseln“ (zuerst erschienen im Aufbau Verlag 1986), wie Zeit und Ort Brechts Leben prägten, welche Quellen in sein Werk einflossen und auf welche Wirkungen es ausgerichtet wurde. Und Wirkung zu erzielen, stellte er stets in den Vordergrund seines Schaffens und über seine persönlichen Belange. Somit bleibt es an uns ihn an seinen Werken zu beurteilen. Selbst dann, wenn wir Brecht in seiner Haltung zu Stalin einen blinden Fleck attestieren oder eine zu pragmatisch-taktische Haltung – denn konkrete Kritik am Totalitarismus des Stalinregimes lässt sich in seinem Werk nicht finden –, und selbst dann, wenn der Name Stalin nicht in seinem Werk erkennbar wird, sondern nur versteckt in Gedichten und posthum als Ni-en in Me-ti. Buch der Wendungen erscheint, sollten wir uns vor Augen halten, dass er die Nachgeborenen um Nachsicht gebeten hat und sein Leben in den Dienst der Aufklärung stellte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Seine Streitbarkeit im Umgang mit den Welträtseln und den Widersprüchlichkeiten des Lebens darf uns also heute noch Vorbild sein oder, wie es Mittenzwei formuliert hat: „Brecht, der als Dichter den Lebenden riet, auf nichts mehr zu bauen als auf die Widersprüche, besteht vor der Nachwelt, weil den Menschen in ihren bedrohlichsten Situationen gerade noch soviel an Ausweg bleibt. Die Welträtsel werden nicht gelöst, aber weh der Welt, die die Anstrengung verweigert, so zu leben, als könne man sie lösen.“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           An die Nachgeborenen (1934-1938)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hat die furchtbare Nachricht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur noch nicht empfangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was sind das für Zeiten, wo 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der dort ruhig über die Straße geht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die in Not sind?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber glaubt mir: das ist nur ein Zufall. Nichts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von dem, was ich tue, berechtigt mich dazu, mich satt zu essen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zufällig bin ich verschont. (Wenn mein Glück aussetzt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bin ich verloren.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man sagt mir: iß und trink du! Sei froh, daß du hast!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wie kann ich essen und trinken, wenn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich es dem Hungernden entreiße, was ich esse, und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und doch esse und trinke ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wäre gerne auch weise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den alten Büchern steht, was weise ist:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne Furcht verbringen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ohne Gewalt auskommen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Böses mit Gutem vergelten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gilt für weise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles das kann ich nicht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In die Städte kam ich zu der Zeit der Unordnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als da Hunger herrschte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter die Menschen kam ich zu der Zeit des Aufruhrs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich empörte mich mit ihnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So verging meine Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die auf Erden mir gegeben war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Essen aß ich zwischen den Schlachten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schlafen legt ich mich unter die Mörder
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Liebe pflegte ich achtlos
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Natur sah ich ohne Geduld.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So verging meine Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die auf Erden mir gegeben war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Straßen führten in den Sumpf zu meiner Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sprache verriet mich dem Schlächter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich vermochte nur wenig. Aber die Herrschenden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Saßen ohne mich sicherer, das hoffte ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So verging meine Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die auf Erden mir gegeben war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kräfte waren gering. Das Ziel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lag in großer Ferne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war deutlich sichtbar, wenn auch für mich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kaum zu erreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So verging meine Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die auf Erden mir gegeben war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der wir untergegangen sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gedenkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der finsteren Zeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der ihr entronnen seid.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gingen wir doch, öfter als die Schuhe die Länder wechselnd
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei wissen wir ja:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verzerrt die Züge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der Zorn über das Unrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Macht die Stimme heiser. Ach, wir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konnten selber nicht freundlich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Ihr aber, wenn es soweit sein wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daß der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gedenkt unsrer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Nachsicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Literatur
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           :
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arendt, Hannah (1971): Benjamin, Brecht – zwei Essays. München: Piper.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hecht, Werner (2007): Brechts Leben in schwierigen Zeiten. Geschichten. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mittenzwei, Werner (1988): Das Leben des Bertolt Brecht oder Der Umgang mit den Welträtseln. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klaus-Detlev Müller (1994): Brecht und Stalin. In: Jürgen Wertheimer (Hrsg.) (1994): Von Poesie und Politik.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-47441" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-47441
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://hdl.handle.net/10900/46670" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           http://hdl.handle.net/10900/46670
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/46670" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/46670
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (letzter Aufruf 17.08.2023)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Material über Bertolt Brecht und Aktuelles zu ihm finden sich an vielen Stellen im Netz und in der Literatur. Die folgende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.berliner-ensemble.de/premieren-2023-24" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.berliner-ensemble.de/premieren-2023-24
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.berlin.de/tickets/theater/brechts-gespenster-60c9caf7-9fb1-4c6d-94a4-00224f2e3258/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.berlin.de/tickets/theater/brechts-gespenster-60c9caf7-9fb1-4c6d-94a4-00224f2e3258/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.augsburg.de/kultur/museen-galerien/brechthaus" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.augsburg.de/kultur/museen-galerien/brechthaus
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           https://www.brechthaus-augsburg.de/termine/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://youtu.be/RmfC-Lu-w58" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://youtu.be/RmfC-Lu-w58
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.dreigroschenheft.de/hefte-zum-download/51-jahrgang-2023" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.dreigroschenheft.de/hefte-zum-download/51-jahrgang-2023
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.buechergilde.de/brecht-ticha" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.buechergilde.de/brecht-ticha
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.st-pauli-theater.de/programm/die-dreigroschenoper-2/var/ri-48.l-L1/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.st-pauli-theater.de/programm/die-dreigroschenoper-2/var/ri-48.l-L1/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 00:12:25 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Denken können wir gar nicht genug – zwanzig Jahre Philosophie in der VHS</title>
      <link>https://www.bea7.de/denken-koennen-wir-gar-nicht-genug</link>
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         Denken können wir gar nicht genug – zwanzig Jahre Philosophie in der VHS
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Screenshot+2025-01-06+120202.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Jan 2025 10:58:33 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Die Heldin reist von Doris Dörrie</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-die-heldin-reist-von-doris-doerrie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Buchrezension: Die Heldin reist von Doris Dörrie
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 22:43:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Starke Frauen an die Macht – sollten Frauen die Welt regieren?</title>
      <link>https://www.bea7.de/starke-frauen-an-die-macht-sollten-frauen-die-welt-regieren</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Starke Frauen an die Macht – sollten Frauen die Welt regieren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 03 Jun 2024 12:28:46 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchrezension: Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte Von Axel Hacke</title>
      <link>https://www.bea7.de/buchrezension-ueber-die-heiterkeit-in-schwierigen-zeiten-und-die-frage-wie-wichtig-uns-der-ernst-des-lebens-sein-sollte-von-axel-hacke</link>
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      <pubDate>Tue, 09 Jan 2024 16:53:04 GMT</pubDate>
      <author>183:732741424 (Beatrix Auguste Sieben)</author>
      <guid>https://www.bea7.de/buchrezension-ueber-die-heiterkeit-in-schwierigen-zeiten-und-die-frage-wie-wichtig-uns-der-ernst-des-lebens-sein-sollte-von-axel-hacke</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Meine Freundin, die Zeit, oder: vom klugen Umgang mit Lebenszeit</title>
      <link>https://www.bea7.de/meine-freundin-die-zeit-oder-vom-klugen-umgang-mit-lebenszeit</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles braucht seine Zeit! Das klingt erst einmal nicht gerade nach einer besonders tiefsinnigen Erkenntnis. Blicke ich aber zurück auf die vergangenen Jahre meines Lebens, erkenne ich in diesem Ausspruch eine versöhnliche Wahrheit: Zeit ist eine eigene Domäne. Sie ist nicht recht zu packen. Wenn ich ganz vertieft und konzentriert eine Tätigkeit ausführe, dann vergeht meine gefühlte Zeit wie im Fluge, irgendwie auf wunderliche Weise. Schneckenähnlich langsam hingegen kriecht sie voran, wenn ich unfreiwillig abwarte, was als Nächstes geschehen wird, und als noch schlimmer erlebe ich es, wenn ich warten muss und nicht warten will. Noch vor zehn Jahren langweilte ich mich in den Wartezimmern von Arztpraxen ebenso wie bei meinem Friseurbesuch oder in der Schlange vor einem Ticketschalter: Heute habe ich Lesestoff dabei oder genieße bewusst und dankbar dieses Geschenk einer Pause.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Zeit ist mein persönliches Empfinden egal. Die Zeit als solche ist weder sichtbar noch greifbar. Es ist die tickende Uhr im Wartezimmer, die mir eine Rückmeldung gibt, oder das Smartphone, welches die dekorative Armbanduhr in weiten Bevölkerungskreisen bereits abgelöst hat. Was also macht die Zeit für viele zu einem Feind? Weshalb treten wir gegen sie an wie bei einem Wettlauf oder ringen mit ihr wie mit einem Gegner auf der Matte? Weshalb versuchen wir, die Zeit unter Kontrolle zu bringen? (Es gibt ja unzählige Ratgeber und Seminare zum Thema „Zeitmanagement“, aber irgendwie scheint dieser Weg nicht zu funktionieren.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Life is what happens to you, while you are busy making other plans“ wird gerne als Zitat John Lennon zugeschrieben, der in den frühen Siebzigerjahren seinen persönlichen Ausstieg bei den Beatles aus einem für ihn zunehmend fremdbestimmten Leben realisierte. Liegt darin des Pudels Kern? Geht es gar nicht um Zeit, geht es eigentlich um Freiheit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist leicht nachzuvollziehen, dass wir unsere Lebenszeit für sehr unterschiedliche Tätigkeiten einplanen und verwenden. Auch unser soziales Leben erfordert Koordination und Balance. Nach K.H. Geißler zählt das Wort „Zeit“ zu den am häufigsten gebrauchten Wörtern unserer Alltagssprache. Vielleicht macht uns eher als die Zeit die Hektik des Alltags zu schaffen, die wir glauben nur durch einen Kampf besiegen zu können!? Ähnliche Gedanken gingen vielleicht auch Bertolt Brecht durch den Kopf, als er 1953 sein Gedicht „Radwechsel“ verfasste:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich sitze am Straßenhang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fahrer wechselt das Rad.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum sehe ich den Radwechsel mit Ungeduld?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bertolt Brecht (1898–1956)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/zeit.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was aber, wenn wir die Zeit zur Freundin erklären? In ihr eine angenehme Beraterin sehen, die uns hilfreich zur Seite steht, damit wir bewusst leben? Uns also ganz bewusst entscheiden, was wir mit dieser Zeit, unserer Lebenszeit anfangen wollen? Es geht vielleicht auch darum, zu akzeptieren, welche Tätigkeiten für uns notwendig sind, weil sie dazugehören, um wichtige Meilensteine unseres Lebens zu erreichen? Und um herauszufinden, welche Aktivitäten uns wirklich erfüllen? Und für die sich die investierte Zeit immer lohnen wird, weil sich dadurch unsere Energiereserven wieder voll aufladen. Ein Zustand, der als Flow beschrieben und von Mihály Csíkszentmihályi, einem ungarisch- amerikanischen Psychologen, seit den Achtzigerjahren erforscht wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zeit zur Freundin zu erklären, macht auch deshalb Sinn, weil wir mit fortschreitendem Alter keine Zeit mehr verschwenden wollen. Wir haben ja längst verstanden, dass unser Leben endlich ist. Doch was ist, wenn wir Zeit verschenken? Wenn wir sie absichtsvoll und freiwillig zur Verfügung stellen? Erleben wir uns dann nicht selbst als freigiebig und großzügig und fühlen uns erstaunlich wohl? Besonders dann, wenn wir erkennen, wie viel Freude wir damit bei anderen Menschen bewirken, kann das ein sehr beglückendes Gefühl auslösen. Selbst wenn die Zeit dadurch schwindet, so ist sie nicht verschwendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für einen klugen Umgang mit der Zeit ist es also ganz günstig, sich für ein bewusstes Leben zu entscheiden. Und darin gemäß dem eigenen Lebensabschnitt Zeiten zu planen und ungeplante Zeitinseln zu gestalten. Mit diesem Vorgehen halten wir uns auch dauerhaft Michael Endes graue Männer vom Hals, die als Zeit-Diebe in seinem Buch Momo unterwegs sind, um das menschliche Glück zu zerstören und Menschen in eine Unglück bringende geldgierige Hektik zu treiben. (Manche Menschen entscheiden sich bewusst dafür, so zu leben: Das mag traurig sein, ist aber ihr gutes Recht!) Mit seiner Figur Momo hat Michael Ende in den Achtzigerjahren ein sehr weises Kind geschaffen, dem eine Umdeutung von Zeit gelingt: Bei der Zeit kommt es auf die Qualität an und nicht auf die Quantität. Wenn wir das beachten, wird unsere Zeit zum gelebten Leben oder ist Ausdruck von Lebendigsein und sozialem Miteinander. Den Sinn dieser Geschichte habe ich bereits vor vielen Jahren verstanden. Was sie aber im tiefsten Kern für mich selbst und für meine Lebensgestaltung bedeutet, ist mir durch die Coronapandemie sehr klar geworden. Seitdem habe ich die Zeit zu meiner Freundin erklärt. Dadurch fällt es mir auch leichter zu akzeptieren, dass manche Dinge so sind, wie sie sind – und eben nicht immer beeinflussbar! Oder eben eine gewisse Zeit benötigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Illustration „Zeitverschwindung“: WORTEIL von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://stephanmaria.de/worteil/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://stephanmaria.de/worteil/
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Literatur:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brecht, B. (1964): Gedichte im Exil. Buckower Elegien. Insel-Bücherei Nr. 810. Frankfurt am Main: Insel Verlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Csíkszentmihályi, M. (1990): Flow. The Psychology of Optimal Experience. New York: Harper &amp;amp; Row.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ende, Michael (2018): Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Ein Märchen-Roman. Stuttgart: Thienemann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geißler, Karlheinz A.; Geißler, Jonas (2015): Time is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit. München: oekom.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 10 Aug 2023 08:47:55 GMT</pubDate>
      <author>183:732741424 (Beatrix Auguste Sieben)</author>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/e1bae22aca034e7bbd8d444006b9424b/dms3rep/multi/Zeit-1024x1024.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
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