Eins gleich vorab: Portugal ist jede Reise wert! Nach der Algarve, Lissabon und dem Alentejo standen Porto und Coimbra auf meinem Reiseplan.
Porto
Porto ist bekannt als Heimat des Portweins und als Ausgangspunkt für Wandernde, die sich von Süden aus auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela begeben. Die Stadt am Atlantik hat Flair. Natürlich scheint noch aus vielen Gebäuden der Glanz der vergangenen Kolonialzeit, manches restauriert, anderes mit morbidem Charme. Die blau-weißen Kacheln schmücken Kirchen, Klöster und Paläste und erzählen unterschiedliche Geschichten über Land und Leute. Flanieren und verweilen in der Altstadt macht ebenso viel Spaß wie eine einstündige Brückenfahrt auf dem Douro, bei der man unter anderem unterhalb einer dramatisch schönen Stahlbrücke von Gustave Eiffel hindurchfährt.
Nelken verhindern einen Bürgerkrieg
Mit der Demokratiebildung in Portugal vor nunmehr 50 Jahren ist der deutsche Politiker Willy Brandt eng verbunden. Seine Büste findet sich auf einem Denkmal umgeben von rotblühenden Blumen in der Rua de Rio. Mit seiner Person und seinem Einfluss unterstützte er ab 1973 das Land und den Aufbau dessen Sozialistischer Partei nach dem Ende der über vierzigjährigen Diktatur. Diese hatte das Land zu Angst, Armut und Rückständigkeit verdammt. Selbst die Schulpflicht geriet ins Wanken, wurde teilweise nur noch in den Städten umgesetzt.










